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94% unserer Teilnehmer

bestätigen, dass Landmark einen einschneidenden und dauerhaften Wandel in ihrem Leben bewirkt hat.

Ein Wochenende, das mein Leben verändert hat

Mindestens einmal in deinem Leben wirst du bestimmt aufgefordert, an einem Seminar über persönliches Wachsen teilzunehmen. Kann dir aber so ein Kurs helfen? Ja, sagt eine Sechzehnjährige, deren Leben durch ein Selbsthilfeseminar an einem Wochenende verändert wurde.

Ich habe meiner Mutter immer verübelt, dass sie so viel gearbeitet hat, als ich klein war, und dass ich sie nur selten zu sehen bekam. Einmal hatten wir einen so großen Krach, dass ich von zu Hause wegrannte. Ich schaffte es aber nur bis zum Bahnhof, bevor meine Eltern mich suchen kamen und mich wieder mit nach Hause nahmen.

Daran dachte ich aber nicht an einem Freitag Morgen, als meine Eltern mich 50 km weit zu einem dreitägigen Selbsthilfeseminar für Teenager nach New York City fuhren, das das Landmark Forum genannt wurde, Ich sagte mir nur dauernd, „das wird schön blöd". Ich hatte eine kleine Ahnung, dass sich mein Leben und meine Einstellung für immer ändern würden.

Wir erreichten unser Ziel, ich meldete mich an und verabschiedete mich von meinen Eltern. Ich steckte mir das Namensschild an und setzte mich in ein Auditorium mit etwas 100 anderen Teenagern.

Als wir alle brav in unseren Sitzen saßen, fragte der Forum Leiter, ob jemand von uns gehen wollte. „Jeder kann jetzt weggehen und bekommt eine Rückzahlung", sagte er. Zwei verließen den Raum, und ich wäre auch gegangen, wollte aber meine Eltern nicht ärgerlich machen.

Dann fragte er uns, warum wir da waren. Ich konnte die Geschichten, die ich hörte, kaum glauben: Ein Mädchen war vergewaltigt worden, ein Elternteil eines Jungen hatte Selbstmord verübt, der Vater eines anderen saß im Knast. Als ich mir die Probleme der anderen anhörte, ging mir auf, dass mein Leben bedeutend schlimmer sein könnte. Fast den ganzen Tag sprachen wir von den Problemen, die wir bewältigen wollten. Ich war scheu und hielt den Mund und hörte nur zu.

Während der Pause und beim Mittagessen lernte ich eine Menge super Leute kennen, Als der erste Tag endete, freute ich mich tatsächlich auf den nächsten Tag - hauptsächlich wegen meiner neuen Freunde. Am Samstag fragte uns der Kursleiter: „Was ist deine Masche?" Er erklärte, dass jeder eine "Masche" hat - du benutzt schlechtes Benehmen, das du einerseits nicht magst, aber andererseits arbeitet es zu deinem Vorteil. Er machte uns klar, dass wir erst dann glücklich sein können, wenn wir unsere jeweiligen Maschen aufgegeben haben.

Ich musste gestehen, dass Lügen meine Masche war. Ich log meine Eltern nicht nur wegen der Drogen an, sondern ich log über viele Dinge, um mich zu amüsieren und mein Leben interessant zu machen. Ich war sogar stolz, wenn man mir sagte, ich sei eine so überzeugende Lügnerin. Als ich aber vor hundert Leuten sagen musste, dass ich eine Lügnerin bin, war ich gar nicht stolz, ich fand es peinlich. Ich fühlte mich noch elender, als ich während einer Pause ein Mädchen sagen hörte, „Ich hasse Lügner". Es war wohl Zeit, meine Lügengewohnheiten zu durchdenken.

Am Ende des zweiten Tages begannen die Teilnehmer sich zu ändern. Eine meiner neuen Freundinnen benutzte Drogen und ging am Ende der Tagessitzung auf die Toilette und spülte einen Beutel Marihuana hinunter.

Am Sonntag machte der Kursleiter eine interessante Übung namens "Schokolade/ Vanille". Er bat eine von uns, auf einem Stuhl auf der Bühne zu sitzen und fragte, ob sie Schokolade oder Vanille bevorzugte. Sie wählte Schokolade. Dann rief er eine zweite auf die Bühne und gab ihr die Wahl zwischen Vanille und Vanille. Offensichtlich hatte die zweite keine Wahl.

Diese Übung sollte zeigen, dass man manchmal im Leben keine Wahl hat und dass man eine Situation akzeptieren muss, so wie sie ist, ohne zu meckern oder sich als Opfer zu fühlen. Ein Mädchen stand auf und sprach über ihre Mutter, die drogensüchtig war, und wie sehr sie ihre Mutter hasste.

"Ich will eine neue Mutter", weinte sie.

"Leider kannst du dir keine neue Mutter aussuchen", erwiderte der Kursleiter. "Du musst deine akzeptieren".

Das landete bei mir. Ich begann zu erkennen, dass meine Mutter in der Tat meine Mutter war. Ich konnte mir keine andere aussuchen und musste wohl oder übel das beste aus der Situation machen.

Einer der stärksten Momente kam für mich am Sonntag. Der Kursleiter fragte: „Was ist das Leben?" Als Antwort hörte man „Das Leben stinkt" oder scherzhaft „Das Leben ist eine Schachtel Pralinen". Dann erklärte er: „Das Leben ist nichts dergleichen. Das Leben ist das, was ihr daraus macht. Ihr habt die Macht, die Initiative zu ergreifen und die Dinge in eurem Leben zu verändern. Das Leben hat keinerlei Bedeutung, außer der, die ihr dem Leben gebt".

Bis dahin hatte ich immer gedacht, dass mein Leben ziemlich scheußlich war und es auch weiterhin bleiben würde. Es war mir nie eingefallen, dass ich etwas dagegen tun könnte.

Als ich vom Forum nach Haus kam, wirbelten all die neuen Ideen in meinem Kopf. Es war unmöglich, die vielen Dinge, die ich gelernt hatte zu erklären, aber manche davon veränderten mein Denken - über die Schule, über meine Mutter, über Lügen, über Drogen, über mein ganzes Leben. Mir wurde klar, dass, wenn ich meine Haltung gegenüber der Schule ändern könnte, sich auch mein Verhältnis zu meiner Mutter verbessern würde.

Wir setzten uns hin und hatten eine super Unterhaltung. Wir einigten uns auf ein paar Regeln, nach denen wir beide leben würden. Jetzt verstehen wir uns 100 Prozent besser. Unser Verhältnis ist nicht perfekt, aber wir sind Freundinnen - etwas, was ich nie für möglich gehalten hätte.

Ich beschloss auch einige andere Veränderungen. Ich hörte mit den Drogen auf und versuche, nicht mehr zu lügen. Stattdessen stecke ich meine Energie in andere Dinge. Ich spiele Fußball, Volleyball und mache Leichtathletik. Ich spiele in Theateraufführungen meiner Schule wie Der Widerspenstigen Zähmung und Animal Farm. Ich bin Herausgeber der Schulzeitung. Ich hasse das Leben nicht mehr - ich liebe es! Ich hatte keine Ahnung, dass ich je so glücklich sein könnte. Und vieles davon verdanke ich dem Forum. Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber ein Wochenende hat mein Leben völlig verändert.

Auszug aus der Zeitschrift Teen vom Februar 1997

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