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Meinungen von Experten

Prof. Jürgen Hentze
Diplompsychologe

Fachhochschule Frankfurt
Limescorso 9
60439 Frankfurt

Frankfurt/M., 17.9.96

Herrn Rechtsanwalt
Dr. B. Tremml M.C.J.
Martiusstr. 5 II
80802 MÜNCHEN

Auf Ersuchen der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Tremml & Partner erstatte ich das folgende Fachgutachten über die von mir besuchten Kurse von Landmark Education GmbH, Rheinstr. 29, 60325 Frankfurt

Das Gutachten stützt sich auf eine Analyse der Veranstaltungen, an denen der Unterzeichnende teilgenommen hat und auf die einiger unten benannter Materialien.

Der Unterzeichnende hat an folgenden Veranstaltungen teilgenommen:

  • "Landmark Forum" am 4., 5. und 6.2.94 in Mainz mit einem Abschlussabend am 8.2.94,
  • Landmark-Seminar "Forum in Aktion", acht Veranstaltungen im Zeitraum 29.9.94 bis 29.11.94
  • "Landmark Fortgeschrittenen Kurs" am 27.,28.,29.,30.10.und einem Abschlussabend am 1. 11. 1994 in Frankfurt/M

Außerdem wird eine Einschätzung des Materials vorgenommen, das den TeilnehmerInnen zur Werbung und verpflichtenden Teilnahme für diese und weitere Veranstaltungen angeboten wird.

Der Gutachtenauftrag umfasst folgende zwei Fragen:

    1. Lassen sich die Veranstaltungen von Landmark Education zu Sekten, Kulten und Psychogruppen abgrenzen ?
    2. Sind die Veranstaltungen von Landmark Education als Veranstaltungen im Sinne von Psychotherapie - Angeboten anzusehen ?

Der Unterzeichnende ist Professor für Psychologie, als Fachpsychologe für Klinische Psychologie in der Ausbildung von SozialpädagogInnen an der Fachhochschule Frankfurt/M. seit Jahren tätig.

Arbeitsschwerpunkte, die hier interessieren, sind Sozialpädagogische Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen, vor allem der Offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit, und Ausbildung von StudentInnen in Beratungsmethodik, der Gesprächsführung nach C. ROGERS, in Abgrenzung von Gesprächspsychotherapie. (Der Unterzeichnende ist Ausbilder der 'Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie e.V., Köln, Fachverband für Beratung und Therapie e.V.").

Abschlussbeurteilung 
Die Veranstaltungen von Landmark Education sind kommerzielle, offene Veranstaltungen im Bildungsbereich. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer können jederzeit ihre Teilnahme beenden. Es werden keine Personen unter Druck gesetzt sich zu beteiligen, sich zu öffnen, Lernschritte mitzugehen. Es erfolgt kein Versuch, eine bestimmte Ideologie zu übernehmen oder gesellschaftliche Werte und Normen zu ignorieren, Merkmale, durch die sich Sekten, Kult- und Psychogruppen auszeichnen. Das Gegenteil ist der Fall: Den Foren ist ein unausgewiesenes Menschenbild des Humanismus zuzuerkennen. Die Alltagspraktischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden aufgenommen und es wird der Versuch angestellt, mit einerneuen positiven Grundhaltung sich an zukünftige positive Entwicklungen mit anderen Menschen anzuschließen.

Die Veranstaltungen von Landmark Education sind nicht als Psychotherapie-Angebote konzipiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit solchen Wünschen und Erwartungen werden deutlich abgewiesen. Die mir bekannt gewordenen Veranstaltungen erfüllen weder formale noch inhaltliche Bedingungen, wie sie von fachpsychologischer Seite an Psychotherapie-Angebote zu stellen sind.

Verwendete Literatur:
Goffman, E.. 1967, Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität, Frankfurt,

Hilse, J, - 1988, Sympathy for the Devil? Jugendliche und Okkultismus. in Jugendforum9/10, 1998.

Müller, U.: 1989, Ich bin die Reinkarnation von Micky Mouse. In Müller & Mucha, R.(Hg.): Okkultismus - ein gesellschaftliches Problem?, Regensburg.

Mit freundlichen Grüßen

Prof J. Hentze

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